Unsere neue Schulsozialarbeiterin heißt: Jane Amoateng. Sie wird sich in Kürze auf dieser Seite vorstellen.

 

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Schulsozialarbeit ist eine intensive Form der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule und wird seit September 2011 an allen Herzogenrather Grundschule angeboten.

Seit Januar 2011 gibt es an der Grundschule Alt-Merkstein Schulsozialarbeit unter der Trägerschaft der gemeinnützigen
Sprungbrett GmbH.

Bis zum Sommer 2018 wird sie geleistet durch die Diplom-Sozialpädagogin und Systemische Beraterin (DGSF) Petra Goertz und in enger Kooperation mit der Schule angeboten.

Schulsozialarbeit bietet Beratung, Hilfe und Unterstützung für Schülerinnen und Schüler, richtet sich aber auch an ihre Eltern, an die Lehrkräfte und Mitarbeiterinnen der OGS.

Im Kontext ihrer Schule werden Kinder in ihren persönlichen und sozialen Möglichkeiten und Fähigkeiten gestärkt und gefördert. Individuelle Defizite werden ausgeglichen, um den persönlichen und schulischen Erfolg langfristig zu sichern.

Schwerpunkt der Schulsozialarbeit ist die individuelle Beratung und Unterstützung von Schülerinnen und Schülern unter ständiger Berücksichtigung des familiären und schulischen Umfeldes.

Schulsozialarbeit leistet Jugendarbeit nach § 11 KJHG mit dem Ziel, Kinder zur Selbstbestimmung zu befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und sozialem Engagement anzuregen und hinzuführen. Ebenso leistet sie Jugendsozialarbeit nach § 13 KJHG für Kinder und Jugendliche, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligung, zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen und aufgrund biografischer Erfahrungen auf besondere Unterstützung und Förderung angewiesen sind.

Schwerpunkte der Arbeit mit den Kindern sind:

• Förderung von Schülerinnen und Schülern, die Probleme im Schulalltag haben.
• Förderung von Teamfähigkeit und Gruppenfähigkeit
• Entwicklung eines angemessenen Verhaltens gegenüber Mitschülern, Lehrern und Mitmenschen
• Entwicklung einer eigenen Werteorientierung
• Soziales Lernen im gesamten Klassenverband für die Klassen 1 und 3
• Förderung der emotionalen Intelligenz (Umgang mit eigenen und fremden Gefühlen, z.B. Empathiefähigkeit)
• Entwicklung einer selbstverantwortlichen Persönlichkeit

• Verbesserung der Chancen der schulischen Bildung
Hilfe in schulischen, familiären oder sozialen Krisensituationen
• Projekte und Maßnahmen zur Gewalt- und Suchtprävention (z.B. faires Streiten, Antimobbingarbeit)

Schwerpunkte in der Elternarbeit sind:


Wichtig ist es, die Mitwirkung der Eltern zu erreichen und sie bei ihren Erziehungsaufgaben zu unterstützen.

• Beratung und Unterstützung in Erziehungsfragen und familiären und schulischen Konflikten (für berufstätige Eltern auch ganz flexibel z.B. in Form von Hausbesuchen)
• Stärkung der Erziehungsverantwortung der Eltern und Erziehungsberechtigten
• Beratung und Unterstützung im Umgang mit Behörden und Ämtern (Unterstützung bei Antragstellung und Auseinandersetzung mit Behörden, auch Ämterbegleitung)
• Beratung zum Bildungs- und Teilhabepaket, zur Verfügungstellung der Antragsformulare und Unterstützung beim Ausfüllen
• Netzwerkarbeit mit Ärzten und Therapeuten

Kooperation mit dem pädagogischen Personal

Es gilt, mit dem pädagogischen Personal durch Kooperation und Erfahrungsaustausch tragfähige Ansätze und gemeinsame Lösungswege zu entwickeln.

Die Schulsozialarbeit ist dabei Ansprechpartner, Berater und Unterstützer bei sozialpädagogischen Fragen.

Netzwerkarbeit

• Nutzung des vorhandenen Netzwerkes
• Einbezug des Gemeinwesens (Kooperation mit anderen Institutionen, Teilnahme an Arbeitskreisen und Fachkonferenzen)
• Zusammenarbeit mit anderen Fachdiensten


Sozial- und Verhaltenstraining in Klasse 3


Die Kinder der 3. Klassen haben im ersten Halbjahr des Schuljahres 2012/13 mit mir die Abenteuer der Kinder Cedric, Joline, Mehmet und Irina auf „Schloss Duesternbrook“ erlebt. Mit ihren sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten mussten sie bei ihren Abenteuern immer wieder Streitigkeiten und Probleme lösen.

Mit folgenden Themen haben sich die Kinder auseinandergesetzt:

• eigene Gefühlslevels einschätzen


• eigene Wut kontrollieren

• vorausschauend denken

• Lösungen für Probleme finden

• andere fair behandeln

• Fehler eingestehen

• nicht wegsehen, sondern anderen beistehen, wenn sie Hilfe brauchen (Zivilcourage)

Das Sozial- und Verhaltenstraining bestand aus drei aufeinander aufbauenden Trainingsstufen. Im Verlauf der ersten Stufe haben die Kinder vor allem gelernt, unterschiedliche Gefühle (Ärger, Angst, Freude, Trauer) bei sich und anderen zu erkennen und zu unterscheiden.

Besonders am Gefühl „Wut“ haben wir gearbeitet und den angemessenen Umgang damit geübt. Die Kinder haben „Wutstarter“ und „Wutstopper“ kennen gelernt und für sich selbst „Wutkontrollpläne“ entwickelt.

In den letzten Trainingsstunden haben die Kinder sich mit dem Thema „Zivilcourage“ beschäftigt und fantastische Werbeplakate entworfen. Die Kinder werben hier für mehr Hilfe untereinander. Sie möchten Ausgrenzung
vermeiden und nicht wegschauen wenn ein anderes Kind Hilfe benötigt. Sie möchten eine Schule, in der sich jedes Kind sicher und geborgen fühlen darf.

Ihre Werbeplakate haben die Kinder in allen Klassen der Schule vorgestellt und sie anschließend gemeinsam im gesamten Schulgebäude aufgehängt.
 

Ein letztes Wort zum Schluss:

Als wichtigste Bezugsperson sind Eltern in allem, was Sie tun, ein Vorbild für das Verhalten ihrer Kinder. Kinder orientieren sich auch im Umgang mit Wut und Ärger an ihrem Beispiel.

Ein friedliches Miteinander ist nur möglich, wenn wir gelernt haben, mit Gefühlen umzugehen und diese zu verstehen. Es wird den Kindern umso leichter fallen über Gefühle zu sprechen, je häufiger sie es tun und je eher Erwachsene ebenfalls dazu bereit sind.

Alle im Sozial- und Verhaltenstraining erarbeiteten Fähigkeiten müssen die Kinder genauso wie Schreiben und Rechnen täglich trainieren. Für einen dauerhaften Erfolg müssen wir Erwachsene mit ihnen über ihre persönlichen Erfolge und Misserfolge im Gespräch bleiben und den Kindern immer wieder Mut machen, etwas Neues auszuprobieren.

(Petra Goertz - 03/2013)

Projekt Friedensbrücke

Miteinander reden ist wesentlicher Bestandteil von Streitschlichtung und wichtig für das bessere Verständnis der
Kinder untereinander.

Aufbauend auf dem sozialen Verhaltenstraining in den Klassen 1 und 3 haben wir in der Pausenhalle eine
„Friedensbrücke“ mit den Kindern der 3. Klassen aufgezeichnet und gemalt.

Die Friedensbrücke dient den Kindern als visuelle Orientierung und gibt Regeln im Gesprächsablauf vor.

Die Kinder lernen in den sozialen Verhaltenstrainings bei Streitigkeiten über ihre Gefühle angemessen zu sprechen und durch „Ich-Botschaften“ lösungsorientiert zur Streitschlichtung beizutragen.

In den Trainings erleben die Kinder über Rollenspiele neue Möglichkeiten der Streitschlichtung und erweitern ihre Handlungskompetenz.

Die Kinder können die Friedensbrücke eigenverantwortlich nutzen, indem sie die auf den Boden gemalten „Hinkelkästchen“ nutzen und sich langsam aufeinander zu bewegen.

In den einzelnen „Kästchen“ sind Kurzanleitungen aufgezeichnet, die den Kindern helfen ein lösungsorientiertes Gespräch zu führen. Schritt für Schritt nähern sich die streitenden Parteien und erklären, was aus ihrer Sicht passiert ist.

Im letzten „Hinkelkästchen“ wird mit einem „Handschlag“ der Streit beendet.


(Petra Görtz - 10/2013)

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Grundschule Alt-Merkstein - aktualisiert 22.01.2019